Die KlimaSeniorinnen sind nicht nur stark vom Klimanotstand betroffen – sie stellen sich mutig gegen die dafür politisch Verantwortlichen. Vor zehn Jahren gründeten sie einen Verein und reichten Klage ein, «weil alles, was uns lieb und teuer ist, auf dem Spiel steht». Im April 2024 schrieben sie Geschichte, als der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) entschied, dass die Schweiz ihr Recht auf Klimaschutz verletzt habe, insbesondere Artikel 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens).

Ihr historischer Sieg ist seither zu einem entscheidenden Bezugspunkt im Kampf gegen die Klimakrise geworden – nicht nur vor Gericht, sondern auch in Politik- und NGO-Kreisen, die sich in ganz Europa und darüber hinaus für mehr Klimaschutz engagieren. Das weltweit gefeierte Urteil inspiriert andere Klimaklagen und Akteur:innen der Zivilgesellschaft und stärkt deren Forderungen nach mehr Rechenschaftspflicht. Eine Mehrheit der Schweizer Politiker:innen lehnt das Urteil vehement ab und argumentiert, die Schweizer Klimaschutzbemühungen seien bereits ausreichend – oder sie behauptet, diese seien angesichts der Grösse des Landes sowieso vernachlässigbar –, während sie gleichzeitig in Zweifel zieht, dass die Klimakrise überhaupt eine Menschenrechtsverletzung darstelle.
Es geht nicht nur um die Durchsetzung dieses einen wegweisenden Urteils, sondern darum, ob Staaten höchstrichterliche Entscheide ignorieren können, wann immer es ihnen passt – eine Frage, die die Glaubwürdigkeit des gesamten europäischen Menschenrechtssystems in Zeiten eines sich mit alarmierender Geschwindigkeit erwärmenden Klimas berührt.
In diesen herausfordernden Zeiten beweisen die KlimaSeniorinnen Mut, der auf Gemeinschaft, Fürsorge und Kollektivität gründet. Ihr Aktivismus ist zu einer Quelle der Hoffnung und Inspiration für Menschen und Bewegungen geworden, die sich für eine sicherere, friedlichere und gerechtere Zukunft einsetzen. Gemeinsam mit einer globalen Koalition von Changemakern fordern sie Klimagerechtigkeit für alle Generationen und betonen, dass ehrgeiziges Klimaschutzhandeln keine Bitte ist – es ist ein Menschenrecht.
Mitglieder der KlimaSeniorinnen, die in TROP CHAUD mitwirken

gefahr mit eigenen Augen beobachtet hat.

«In den Parlamenten und Regierungen besteht dringender Handlungsbedarf!»



an den Universitäten Bern
und Lausanne.
«Es gibt noch viel zu tun.»


in Simbabwe der Klimakrise bewusst.



Kanton Tessin; sie hat die gravierenden Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit selbst erlebt.

ehemalige Nationalrätin der Grünen; wurde in der Anti-AKW-Bewegung der 1970er Jahre politisiert.
